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Seenotrettungskreuzer „Theodor Heuss“

Bestellnummer: 773

7,90 EUR

incl. 19% USt. zzgl. Versand
Gewicht: 0.108 kg
St.

Maßstab: 1:100
Länge: 23 cm
Breite: 6 cm
Höhe: 9 cm
Schwierigkeitsgrad: 2 (mittelschwer)
Anzahl Bogen: 2,5

Seenotrettungskreuzer „Theodor Heuss“
1865 wurde die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gegründet. Zuerst war sie mit Ruderbooten im Einsatz, ab 1911 mit motorbetriebenen Rettungsbooten. Ab 1950 konstruierte man einen neuen Schiffstyp, der höheren Anforderungen gerecht werden sollte: fast unbegrenzte Seetüchtigkeit, höhere Geschwindigkeit, Einsatzfähigkeit in tiefem und flachem Gewässer. So entstand in den Jahren 1957-1960 die 23-m-Klasse, die nach ihrem Typschiff auch als Theodor-Heuss-Klasse bezeichnet wurde. Zu dieser Klasse gehörten die Schiffe „Theodor Heuss“, „Ruhr-Stahl“, „Hamburg“ und „H. H. Meier“. Sie waren unter anderem in Laboe bei Kiel und in Bremerhaven stationiert und bis 1985 für die Seenotrettung im Einsatz.
Für die Seenotrettung sind schnelle Einsatzbereitschaft und hohe Seetüchtigkeit überlebenswichtig. Daher waren die Kreuzer der Theodor-Heuss-Klasse mit der damals modernsten Technik ausgestattet. Durch drei Motoren, die jeweils eine Schraube antrieben, hatte jedes Schiff insgesamt 1750 PS und konnte eine Geschwindigkeit von 20 Knoten erreichen. Medizinische Ausrüstung für die Erstversorgung befand sich ebenso an Bord wie zahlreiche Navigations- und Kommunikationsgeräte, die man zur Suche nach havarierten Schiffen und Überlebenden benötigte. Das Tochterboot war im hinteren Bereich des Schiffs untergebracht. Durch eine Klappe am Heck wurde es zu Wasser gelassen. Aufgrund seines geringen Tiefgangs von nur 60 cm konnte es auch in flachen Gewässern und im Wattenmeer eingesetzt werden.
Das Schiff „Theodor Heuss“ wurde 1957 in Dienst gestellt und nach dem damaligen Bundespräsidenten benannt, der bei der Schiffstaufe persönlich anwesend war. Nach dem Verkauf im Jahr 1985 war es bis 2008 unter dem Namen „Frido Spatz“ auf der Weser unterwegs. Heute fährt das Schiff unter dänischer Flagge und trägt den Namen „Jan“. Beim Hamburger Hafengeburtstag 2016 war das gerade renovierte Schiff unter dem Namen „THeuss“ dabei. Das Schwesterschiff „H. H. Meier“, benannt nach einem Bremer Konsul und Reeder, war ab 1960 in Bremerhaven im Einsatz. Sein Beiboot, das sogenannte „Tochterboot“ erhielt den Namen „Roland“ nach dem berühmten Bremer Wahrzeichen. Als Referenz an die gesamte Theodor-Heuss-Klasse wurde die „H. H. Meier“ nach seiner Außerdienststellung 1985 in „Theodor Heuss“ umbenannt. Das Tochterboot hieß ab diesem Zeitpunkt „Tedje“, eine plattdeutsche Verkleinerung von Theodor. 1987 wurde die „Theodor Heuss“ an das Deutsche Museum in München verkauft. Es fuhr auf dem Rhein, dem Main und dem Main-Donau-Kanal bis nach Nürnberg, wurde dort auf LKW verladen und als Schwerlasttransport nach München gebracht. Dort ist es nun zusammen mit seinem Tochterboot als einer der ersten deutschen Seenotkreuzer vor dem Museum ausgestellt.

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