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Bergungsschlepper „Seefalke“

Bestellnummer: 3435

19,99 EUR

incl. 19% USt. zzgl. Versand
Gewicht: 0.147 kg
St

Die formschöne Seefalke ist nicht nur ein hervorragendes Beispiel deutscher Museumsschiffe, sondern zeigt auch eindrucksvoll Schifffahrtsgeschichte. Das detaillierte Modell gefällt mit angenehmer und vorbildgetreuer Farbgebung und lädt zum sofortigen Ausschneiden ein. - Als Ergänzung ist ein Lasercutsatz erhältlich (Bestell-Nr. 4435).
Zusätzlich zur Seefalke sind im Bogen gleich zwei weitere Modelle enthalten. Der kleine Schlepper Scheelenkuhlen ist ein schönes Modell, das sich auch an einem Wochenende bauen lässt. Der Fischdampfer Lappland passt hervorragend in die Epoche der beiden Schlepper und könnte sowohl als Einzelmodell als auch an der Schlepptrosse der Seefalke eine gute Figur machen.

Schlepper Scheelenkuhlen Fischdampfer Lappland

Bergungsschlepper „Seefalke“

Verlag: Hamburger Modellbaubogen Verlag (HMV)
Konstrukteur: Friedrich Pohl
Maßstab: 1:250
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Teile: 699 (mit Alternativteilen: 982)
Länge: 24 cm

Die Modellhighlights:
- 3 Modelle enthalten
- detaillierte Ankerwinde
- detaillierte Schleppvorrichtung
- naturgetreue Decksstruktur
- Antennen
- filigrane Davits

Die Seefalke stellt ein wichtiges Stück deutscher Schifffahrtsgeschichte dar, war sie doch der erste Diesel-Hochseeschlepper der Welt. Mit ihr beginnt das große Kapitel der Notschlepper an deutschen Küsten, welches mit der Nordic, dem aktuellen Notschlepper auf der Position Helgoland noch lange nicht zu Ende ist.
Die Bremerhavener Reederei W. Schuchmann wurde 1858 von Fimmo Wilhelm Schuchmann gegründet, und nach dem ersten Weltkrieg hatte sich unter der Führung von Wilhelm Schuchmann der Betrieb zum größten Konkurrenten im Bergungsgeschäft für die 1866 in Hamburg gegründete Bugsier-, Reederei- und Bergungs-AG entwickelt. 1924 beauftrage W. Schuchmann den Bau des ersten Bergungs-Motorschleppers der Welt. Die Seefalke wurde noch im gleichen Jahr abgeliefert und nahm den Betrieb auf.
Die hohe Wirtschaftlichkeit, insbesondere im Vergleich mit Dampfschleppern, und natürlich auch die Leistungsfähigkeit der Seefalke verhalfen der Reederei W. Schuchmann zu großem Erfolg im Bergungsgeschäft. Die Seefalke ging als Schrittmacher in die Geschichte der Generation der großen Bergungsschlepper ein.
Zwei Jahre später übernahm W. Schuchmann die Mehrheit der Aktien der Bugsier-, Reederei- und Bergungs-AG. Der damalige Vorstand der Bugsier versuchte zwar vor Gericht gegen die Übernahme anzugehen, aber Wilhelm Schuchmann hatte das Geschäft geschickt eingefädelt, und alle Klagen waren erfolglos.
In der Nacht vom 9. auf den 10. April 1945 sank der Schlepper nach einem Bombentreffer im Kieler Hafen. Taucher der Bugsier hatten das Wrack gleich untersucht und festgestellt, dass sich die Seefalke in erstaunlich gutem Zustand befand. Man entschied sich jedoch, diese Informationen für sich zu behalten und dem Alliierten Kontrollrat anderes zu berichten. Da auch niemand nachprüfte, blieb die Seefalke vorerst im Hafen liegen. Als die Arbeiten im Hafenbecken begannen und Trümmer beseitigt wurden, hoben die Experten von Bugsier heimlich die Seefalke unter Wasser mit Druckluft etwas an und verbrachten das Wrack unter den Augen der Militärpolizei in die Strander Bucht, wo sie das Schiff erneut auf Grund legten. Niemand hatte es bemerkt, und die Seefalke lag bis 1950 dort.
Sobald das Schiffbauverbot gelockert wurde und Wracks bis zu einer bestimmten Größe gehoben werden durften, tauchte die Seefalke wieder auf, wurde modernisiert und wieder in Betrieb genommen.
Die Seefalke blieb bis 1970 im Dienst, nachdem sie kurz zuvor von den neuen Bergungsschleppern Arctic und Oceanic abgelöst worden war. Traditionell wurde der Schlepperneubau im Jahr 1970 wieder auf den Namen Seefalke getauft und erhielt auch die traditionsreichen Schuchmann-Schornsteinfarben.
Dem schönen Schlepper Seefalke blieb die Verschrottung erspart, denn die Eigner entschieden sich, die Seefalke für einen geringen Geldbetrag dem Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven als Museumsschiff zu überlassen. Dort liegt die Seefalke bis heute und kann besichtigt werden. Die Seefalke zählt zu den bekanntesten Museumsschiffen Deutschlands, und ein Besuch an Bord ist in jedem Fall lohnenswert.
Das Modell zeigt die Seefalke im Zustand nach der Modernisierung, in dem sie auch heute als Museumsschiff gezeigt wird.

Technische Daten:
- Stapellauf: 27.09.1924 bei J. C. Tecklenborg, Geestemünde
- Ablieferung: 01.11.1924 an W. Schuchmann Wesermünde
- Länge: 59,20 m
- Breite: 9,03 m
- Verdrängung: BRT 569, später BRT 619
- Antrieb: 2x 6 Zylinder 4T MAN-Dieselmotoren
- ab 1942 2x 6 Zylinder 4T Deutz-Dieselmotoren, Typ RBV 6M 566
- Maschinenleistung: 2.400 PSe, ab 1942 3.300 PSe
- Geschwindigkeit: 16,7 kn
- Besatzung: 19 Mann

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